Speed-Trial in Schönborn

In Schönborn fand auch in diesem Jahr traditionell nach dem regulären Wettkampf das Speed-Trial statt. Hierzu wurden extra 4 großzügige Sektionen gesteckt, die dennoch mit einigen Hindernissen gespickt waren, die es in sich hatten.
Die richtige Linienwahl war also durchaus entscheidend. Unterm Strich gilt es, die Sektionen so schnell als moglich zu absolvieren und trotzdem keinen Fuß zu setzen, da dies je Fuß 3 Sekunden extra Strafzeit gibt.
Die Teilnehmerzahl war in diesem Jahr recht übersichtlich: Nur 4 Fahrer stellten sich dem Kurs und wurden von zahlreichen Zuschauern mit Beifall angefeuert.
Es waren die ODM-Dauerbrenner Sebastian Hopfe und Thomas Helbig aus Dresden, der Lokalmatador André Engelmann und Alt-Speedmaster Marco Härtel, der eigentlich keine Trials mehr fährt aber jedes Jahr das Schönborner Spektakel mitnimmt, weil es laut seiner Aussage “Eine tolle Kulisse ist und es einfach Spaß macht auch mal schnell über die Hindernisse zu fliegen”.
Die Sektionen waren trotz der schnellen Passagen keineswegs einfach. So lauerten in Sektion 1 gleich zwei Sprünge, wo es 1,50m in die tiefe ging. Andre Engelmann machte den Auftakt. Mittlerweile ist er ja erfolgreich im Endurolager unterwegs und kennt sich aus mit Sonderprüfungen auf Zeit. Leider stürzte er beim 2. Sprung und eine gute Zeit war somit dahin. Sektion 2 war dann eher leicht. Sebastian Hopfe verschenkte zu viel Zeit an der Betonröhrenüberfahrt und auch er fiel zurück. Richtig flüssig lief es nur bei Thomas Helbig und Marco Härtel, die beide keine Bremsen am Rad zu scheinen hatten. Sie waren bis dahin fast zeitgleich. Die Entscheidung fiel dann in Sektion Nr.3. Schlüsselstelle war hierbei eine Steilabfahrt mit eingelassener Betonplatte, von der aus es noch mal mit einem Sprung in den Bergabhang ging. Alle kamen zügig durch. Nur Marco Härtel machte einen Fehler und fiel spektakulär über den Lenker. Er fuhr zwar sofort weiter, aber die Zeit war dahin. Unterm Strich hatte er Glück, da er den Sturz “nur” mit einer Nackenprellung und einem Bluterguss am Bein bezahlen musste. Sektion 4 war dann eine Art Halfpipe im Wald, wo die 4 Fahrer noch mal alles gaben. Am Endresultat änderte das nichts:

1. Thomas Helbig
2. Marco Härtel
3. Sebastian Hopfe
4. André Engelmann