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Nachtrag: Deutsche Meisterschaft 26 Zoll

Text: Frank Drygalla
 
Es liegt zwar schon ein paar Tage zurück, aber dennoch lohnt es sich ein paar Worte über die Deutsche Meisterschaft im MTB-Trial wieder zu geben.
 
Beim Austragungsort ging es diesmal wieder zu den gut Trial-Organisierten Hessen nach Bad Endbach. Austragen wurde der Wettkampf auf dem Berg mit Ausblick auf dem Ortsteil Schlierbach. Es gab 7 abwechslungsreiche Sektionen, davon wurde eine mit speziell übergroßen Möbeln, für das Finale vorgesehen. Die anderen Sektionen waren gestaltungtechnisch sehr schön und publikumswirksam aufgebaut. Es gab mehrere Steinsektionen, eine Baumstammsektion, sowie eine mit Holzelementen und eine imposante Betonelemente-Sektion. Der Besucher hatte einen guten Überblick, da alle Parcours neben einander aufgebaut waren.
 
Der Anspruch und der Schwierigkeitsgrads in den Sektionen und Klassen war der einer DM angemessen. Es war schwer, aber dennoch gut machbar. Hindernisse und Tore welche nur mit einem Sicherheitsfuss realisierbar waren, gab es nicht. Hier war deutlich, dass erfahrene Sektionsbauer mit Sportler zusammen arbeiteten und wussten worauf es ankommt.
 
Leider brachte der Wettergott an diesem Wochenende seine Regenkarte mit in Spiel. Womit einige Sektionen, z.B. die der Natursteine, schwieriger wurden. Das gut organisierte Team und die Trial-Jury waren aber überaus arrangiert und modifizierten die Sektionen an mancher Stelle, so dass der Hindernisse wieder machbar waren. Bei den Holzelementen wurde dort im vorweg schon mitgedacht und sogenannter Hasendraht angebracht. Auch im Finale wurde eine schwierige Passage für die Sicherheit der Fahrer leicht präpariert. Für diese wirklich gute Organisation ist ein großes Lob auszusprechen.
 
Der Wettkampf lief sauber ab und es gab auch im Finale keine größeren Stürze mit Verletzungen. Im Halbfinale wurden die Fahrer nur durch leichte und kurze Regen begleitet, welche dann aber im Finallauf zur Höchstform aufliefen.
 
Die Juniorenklasse zeigte sich ein spannendes Finale, wobei Dominik Oswald, der in seinem letzten Juniorenjahr fuhr und ab nächstes Jahr in der Eliteklasse 26 Zoll mitmischt, eine souveräne Leistung ablieferte, die keiner seine Kontrahenten mithielt, wobei dennoch Jannis Oing gut dranblieb.
 
In der Eliteklasse war das Leistungsniveau unter den Fahrern nah beieinander und man wusste nicht wer den Titel in der höchsten Klasse nach Hause holen würde. In der ersten Runde war dies auch an den Punkten zu erkennen, welche sich mit 1 oder 2 Punkten Abstand zeigte. In der zweiten Runde wurde es dann wieder etwas nasser von oben, so dass der Schwierigkeitsgrad nochmal erhöht. Dies sah man auch in den Punkten, bei denen viele Fahren ein 5 fuhren. Am Ende konnte sich jedoch Jonathan Sandritter von MSC Schatthausen mit 4 Strafpunkten weniger durchsetzten. Die Freude war sichtlich zu erkenne, da Jonathan seinen ersten Deutschen Meisterschaftstitel in der Eliteklasse holte. Glückwunsch.
 
Abschließen kann man sagen, dass die Veranstaltung durch und durch ein gut organisiertes Event war, auch wenn am Ende leider nicht so viele Besuche den Weg nach Schlierbach gewagt haben.
 
Wir hoffen, dass es in naher Ferne mal wieder eine Deutsche Meisterschaft im östlichen Trialgebiet von Deutschland geben wird.