Fotos und Ergebnisse

Samstag, 22. März
Bildergalerie

Sonntag, 23. März
Bildergalerie.

 
 
 
Klasse Elite
1. Hannes Herrmann 21
2. Lucas Krell 25
3. Oswald Dominik 31

Klasse Jugend
1. Felix Keitel 11
2. Oliver Widmann 18
3. Robin Lehnert 59

Klasse Masters
1. Robert Kirk 23
2. Florian Wagner 40
3. Justin Rudolph 70

Klasse Senioren
1. Marco Thomä 6
2. Thomas Mrohs 28
3. Jakub Koz 38

Klasse Experten
1. Fabian Goller 33
2. Marten Stenker 40
3. Jonas Debus 52

Klasse Schüler
1. Felix Vogel 56
2. Benito Eulitz 56
3. Christian Friedrich 75

Klasse Schüler U13
1. Fabio Eulitz 7
2. Ayk Broszeit 28
3. Luca Mikofsky 28

So war es: Berlin Trials Cup

Ein Bericht von Frank Drygalla
 
Zum ersten Mal fand auf der Messe Berliner Fahrrad Schau ein Fahrrad-Trial-Wettkampf mit dem Titel BERLIN TRIALS CUP statt. Viele Trial-Fahrer aus ganz Deutschland, sowie aus Belgien und Polen, folgten dem Aufruf, sich die Hauptstadt in Verbindung mit einem Wettkampf anzuschauen. Die Resonanz war für die erstmalige Austragung überwältigend gut.
Als Sektionsmaterial kamen Baumstämme, Betonteile, Paletten, Kabeltrommeln, Holzelemente und auch Flaschenkisten zum Einsatz. Damit bot sich den Fahrern ein abwechslungsreiches Hindernisfeld. Am Samstag starteten die Klassen ab 15 Jahren bis zur Elite Meisterklasse, bei der viele deutsche Topfahrer an den Start gingen. Obwohl der Wettkampf als erster Lauf zur Ostdeutschen Meisterschaft ausgetragen wurde, wurde das Niveau von den Fahrern eher als Deutsche Meisterschaft bewertet. Die Sektionen wurden als sehr anspruchsvoll, aber machbar bewertet und boten somit einen guten Start in die Wettkampf-Saison 2014.

Das Publikum kam schon bei der Aufwärmphase der Fahrer ins stauen. Als dann auch die ersten Fahrer um 12:30 Uhr an den Start gingen, wurden Sie während des Wettkampfs weiter von einer großen Anzahl an Zuschauern begleitet, welche das Wettkampfgeschehen mit Fotoapparaten und Handykameras begeistert festhielt.

Der Wettkampf war mit 5 Stunden Fahrzeit am Samstag recht lang. Doch die Verteilung der Fahrer war durch die Wege zwischen den Sektionen gut verteilt. Am Ende konnten sich in der Eliteklasse der amtierende Deutsche 26 Zoll Meister Hannes Herrmann (21 Strafpunkte) aus Chemnitz mit einem kleinen Vorsprung zu Lucas Krell (25 Strafpunkte) und Dominik Oswald (31 Strafpunkte) durchsetzen. Damit fing das Jahr für den Chemnitzer schon mal gut an, obwohl dies in der ersten Runde noch anders aussah. Dort führte nämlich Lucas Krell aus Neuburg/Bayern mit einem guten Vorsprung von nur 6 Punkten zu Hannes Herrmann mit 15 Punkten. Da Hannes Herrmann dann aber die 2 und 3 Runde mit nur jeweils 3 Fehlerpunkten absolvierte, konnte er sich einen Vorsprung erarbeiten, welcher Ihm dann zum Sieg verhilft.

In der zweithöchsten Spur führen die Senioren (rot), welche natürlich nur unter diesem Namen starteten, aber selbst noch recht jung sind. Bei dieser Spur war der Anteil an polnischen Fahrern sehr hoch war. Damit gelang es auch dem polnischen Fahrer Jakub Król (38 Punkte) ein Sprung auf das Siegerpodest und er konnte sich durch einen guten Lauf eine Bronzemedaille verdienen. Mit weitem Abstand und mit nur 6 Fehlerpunkten wurde der Wahlleipziger Marco Thomä Sieger. Hier war während des Rennens sein Können zu erkennen und man konnte nach kurzer Zeit feststellen, dass er die Sektionen mit wenigen Problemen fahren konnten. Marco Thomä wollte nach einer Verletzungspause einen guten Einstieg in die Wettkampfphase starten und man kann sagen, dass es Ihm gelungen ist. Nächstes Jahr ist sicher ein Start in der Eliteklasse möglich. Mit dem zweiten Rang gelang auch dem Trialer Thomas Mrohs vom MSC Schatthausen/Baden-Württemberg ein guter Einstieg in die Saison 2014. Er konnte durch seine jahrelangen Wettkampferfahrungen sich mit nur 28 Fehlerpunkten von Jakub Koz absetzen. Damit hatte sich die lange Anreise gelohnt.

In der grünen Spur gab es eine Altersklassenunterteilung. Bei Spur Jugend führen die Fahrer zwischen 15 – 16 Jahren, bei denen schon ein gutes Wettkampfpotenzial zu erkennen ist. Dort gelang es einem MSC Schatthausen anghörigen Sportler der Sieg. Mit 11 Fehlerpunkten führ Felix Keitel dicht gefolgt von Oliver Widmann (18 Punkten) MSC Marbach auf das oberste Siegerpodest. Darüber freute sich auch sein Vater und bedankte sich dann nochmal für den tollen Wettkampf. Mit einem größeren Abstand gelang es dann Robin Lehnert (59 Punkten) vom MSC Thalheim der Sprung auf den 3. Platz. Das Niveau war für den 14 Jährigen doch etwas höher als gedacht, aber er konnte sich gegen seine Vereinskollegen behaupten.
 
Die Älteren in der grünen Spur fuhren in der Masterklasse. Dort war leider, dem hohen Niveau geschuldet, die Ausfallrate recht hoch. Doch am Ende konnten 5 Fahrer 3 Runden durchhalten. Aus Neubrandenburg führ mit 23 Fehlerpunkten Robert Kirk auf den ersten Platz. Die weiteren Plätze setzten sich mit größeren Abständen ab. Auf Platz 2 führ Florian Wagner (MC Neuburg) mit 40 Fehlerpunkten, gefolgt von Justin Rudolph (MSC Thalheim)mit 70 Fehlerpunkten. Justin holte aber nach dem Rennen noch bei einem anderen Event der Messe, dem Slowbiking,-ein Bestnote. Dort musste man so langsam es geht ein 15 Meter Strecke fahren. Er blieb einfach nach dem Start 25 min auf der Stelle stehen und hüpfte dann, weil ihm langweilig wurde, auf dem Hinterrad ins Ziel.
 

Am Sonntag wurde es dann etwas ruhiger um die Starter der Klassen Experten, Schüler und Schüler unter 13 Jahren. Hier waren die Hindernisse eher in Bodennähe, aber dennoch für die Jungen- und Einstiegsfahrer anspruchsvolle Sektionen geboten. Eric Zickert war mit 8 Jahren der jüngste Fahrer am Sonntag und zeigte sein Können in der Schüler U13 Klasse. Die Schüler in der weißen Spur hatten schon etwas zu kämpfen, da auch in der Baumstammsektion mit Schotteruntergrund das „Fahren“ etwas erschwert wurde. Als Sieger absolvierte Fabio Eulitz vom TSC Schönborn mit 7 Strafpunkten einen super Wettkampf. Gefolgt wurde er vom Potsdamer Ayk Broszeit (28 Punkte), mit dessen Vater Peter Broszeit vom MSC Postdam, dass Berlin Trials Cup Team einen guten Unterstützer in den Vorbereitungen des Wettkampfs hatte. Auf den dritten Rang fuhr ein weiterer Schönborner. Mit ebenfalls 28 Punkten wurde dies Luca Mikofsky. Bei Punktgleichheit entscheidet sich die Anzahl der gefahren Sektionen mit den wenigsten Fehlerpunkten und dort lag der Ayk Broszeit mit einer Sektion von 2 Fehlerpunkten vorn.

Bei der blauen Spur wurde wieder in Altersklassen unterteilt. Zum Einem führen die 13-14 Jährigen in der Schüler Klasse zum Anderen die ab 15 Jährigen in der Experten Klasse. Durch einen Ausfall und durch nur 4 Starter war in der Schülerklasse ein Podiumsplatz sicher. Wieder teilten sich die Ränge unter den starken Vereinen vom MSC Thalheim und TSC Schönborn auf. Auf Platz 1 gelang dem Thalheimer Felix Vogel ein guter Wettkampf mit 56 Fehlerpunkten. Er wurde stets von seinem Vater begleitet, welcher normalerweise an den Start der Experten geht. Gefolgt wurde er vom Schönborner Benito Eulitz, welcher auch die 56 Punkte erreichte. Hier entschied sich der Podiumunterschied durch eine Sektion, welche mit einem Fehlerpunkt entschieden wurde. Christan Friedrich konnte sich durch den Ausfall eines weiteren Fahrers auf Platz drei kämpfen.

Bei den Experten gingen 7 Fahrer an den Start. Darunter auch 2 Berliner welcher noch vorher stark in die Aufbauphase und die Unterstützung am Samstag innvolviert waren. Für beide Starter, Marty Woywod und Daniel Peters, war es der erste Wettkampf und das Berliner Team hofft auf Weitere. Platz eins belegte der Bayer vom Verein MSC Gefress Fabian Goller mit 33 Fehlerpunkten. Womit sich die weite Reise für ihn und seinen Vater gelohnt. Dicht gefolgt, mit 40 Punkten wurde Marten Stenker Zweiter. Durch 12 Strafpunkte mehr kam der Leipziger Jonas Debus auf Platz 3.

Der Aufbau des Wettkampfs und die Vorbereitung, sowie die Suche nach Sponsoren war eine große Herausforderung und hat einiges an Nerven gekostet. Aber letzten Endes kann man sagen: ES HAT SICH GELOHNT! Das positive Feedback des Messe-Veranstalters und vor allem das der Fahrer gibt Mut einen weiteren Wettkampf für das Jahr 2015 zu organisieren. Vielen Dank dafür.

Bedanken möchte ich mich auch vor allem bei den Sponsoren, wie die Firma AGM mbH, Flugsimulator Berlin, Helukabel, Lemonaid, Dero Betonfertigteilwerk, Schulte Tiefbauhandel und Müller Zeiner Industrieverpackungen die mir das Vertrauen zu der doch recht unbekannten Sportart geschenkt hat. Ohne solche Firmen wären der Sport und die Austragung solcher Wettkämpfe nicht möglich.

Ein großes Dankeschön möchte ich natürlich auch dem Verein Cottbuswheels e.V. für die Bereitstellung der großen Buchstaben und der persönlichen Aushilfe beim Wettkampf aussprechen. Ohne wäre es nur halb so spannend aufgebaut gewesen.

Weiter ist der MSC Potsdam zu erwähnen und ihm zu danken. Ohne den Verein hätte es den Wettkampf nicht gegeben. Aufgrund des guten Engagement und der Organisation des zum Verein gehörenden Peter Broszeit bekam der Berlin Trials Cup noch in der letzten Woche eine Unterschrift für die amtliche Ausschreibung vom Bund Deutscher Radfahrer/Verband Brandenburg. Dafür ist nun der MSC Potsdam auch im brandenburgischen Radsportverband und kann damit auch Lizenzen für Trial-Fahrer beziehen.

Auch der Aufbau der Baumstamm- und Betonsektion, welcher nur mit schweren Maschinen möglich war, wurde durch den MSC Potsdam mit einer großen Anzahl an Helfern begleitet und ermöglicht.

Und damit sind wir auch noch nicht am Ende, denn durch die anfallenden Hindernisse für den Trials Cup geht der Ausbau des Trial-Geländes vom Potsdamer Vereins in Groß Glienicke weiter. Daher ist dort auch noch für den Herbst ein weiterer ODM Lauf geplant. Und wer es bis zum Herbst nicht abwarten kann und nicht nach Gräfenroda zur NDM fährt, kann gern zum Tag der offenen Tür („Tor“) am 21.06 auf dem frisch gestalteten Gelände vorbei schauen. Dazu wird es aber noch einmal Informationen geben.