UCI Weltjugendspiele in Poitiers (FRA)

 

WJS-2012

 

Poussins :
1. GUILLEN BALIL Toni – ESP
2. CABRE-VERDIELL Pol – ESP
3. MOREWOOD Adam – GBR

Benjamins :
1. MILLA Alejandro – ESP
2. RODRIGUEZ Iker – ESP
3. VALLON François – FRA

Filles :
1. REICHENBACH Nina – GER
2. HLAVATA Erika – SVK
3. STAUCH Marie-Sophie – GER

Minimes :
1. VALLEE Nicolas – FRA
2. JARILLO Sebastian – ESP
3. TSUCHIYA Ryoga – JPN

Cadets :
1. OSWALD Domenik – GER
2. DESCLOUX Jérémy – FRA
3. HOPPE Lukas – GER

Ergebnisse komplett

Fotos von Karl Otto
 
Infos auf UCI-Seite

 

Starter vom MSC Thalheim bei den WJS 2012

Text: Falko Uhlig
 
… es war einmal im Mai diesen Jahres in Neuburg a.d. Donau. Wettkampf- der wichtigste im Jahr- DM 20” ! Vier Fahrer vom MSC Thalheim waren dabei und kämpften um die vorderen Plätze. Philipp Otto, Justin Rudolph, Kevin Baumann und Robin Lehnert. Und einer schaffte es – Philipp belegte in der Klasse Schüler U 11 den 4. Platz und löste sich damit das Ticket für die Weltjugendspiele! Damit begann der Wahnsinn!
 
Die WJS fanden dieses Jahr im 1300 km entfernten französischen Poitiers statt. Wahnsinn! Angespannt traten wir die Reise an. Wir, das sind Philipp, Robin, Karl und Falko. Abgespannt kamen wir Freitags am Ziel an. Entspannt nahmen wir dann unsere Unterkunft in Empfang. 16 Uhr fand das Treffen mit der gesamten deutschen Mannschaft statt. Nach herzlicher Begrüßung unserer “Artgenossen” wurden noch ein paar organisatorische Dinge geklärt und den Fahrern die National- Trickots übergeben. Mit stolzer Brust ging es gemeinsam ins Organisationsb üro zur Anmeldung. Jeder Fahrer erhielt seine Startnummer sowie einen Beutel mit kleinen Geschenken. Der Abend stand dann zur freien Verfügung.
 
Nach einer kleinen Trainingseinheit beschlossen wir, schön Essen zu gehen, was sich komischer Weise als sehr schwierig herausstellte. Unsere Freunde, Fam. Reichenbach vom RMSC Ölbronn, und wir fanden nach längerer Suche endlich eine leckere Pizzeria. Wieder “zu Hause” begann für die Fahrer die Nachtruhe und für die Eltern und Betreuer das Wohl verdiente gemütliche Beisammensein mit einem leckeren Tröpfchen.
 
Samstags mussten die Poussin´s, also auch Philipp, als Erste ins Halbfinale starten. Robin stand Philipp mit seiner Erfahrung zur Seite und versuchte, die beste Spur zu finden. Die Sektionen waren eher leicht gesteckt und lagen Philipp ganz gut. Er kämpfte um jede Null. Um ins Finale zu kommen, brauchte er den 12. Platz. Fix und fertig lag er auch auf diesem, aber zwei Fahrer fehlten noch. Hochspannung! Dann endlich stand hinter der 12 auf der Anzeigetafel Philipp Otto! Finale! Wahnsinn!
 
Nachmittags kämpften dann die größeren Klassen um die Finalplätze. Einem Deutschen gelang das auf beeindruckende Weise. Dominik Oswald vom MSC Münstertal kassierte nicht einen Strafpunkt! Und noch ein Highlight stand an. Fast die komplette französische Elite zeigten ihr Können, unter anderem auch Vincent Hermance, der auch freundlich auf unsere Bikes sein Autogramm setzte. Da sich alles auf einem riesigen Sportgelände und prima organisiert abspielte, war der Abend wieder super entspannt für alle. Es ist schon Klasse, wie sich die Kinder aus aller Welt in unserer kleinen Trialgemeinde verstehen!
 
Da waren auch richtige kleine Stars, wie z.B. Gerard Trueba aus Spanien, einfach nur Kinder. Sonntag starteten 9.30 Uhr die Poussin’s. Philipp war die Anspannung anzusehen. Es mussten 2 mal 6 Sektionen, welche heute wesentlich schwerer waren, in 90 min bewältigt werden. Philipp wuchs manchmal regelrecht über sich hinaus und bezwang manch schwere Sektion unter Staunen und Beifall seiner “Kollegen”! Am Ende kam er mit einem kämpferisch verdienten 10. Platz sogar in die Top Ten! Wahnsinn! Noch mal Glückwunsch an dieser Stelle!
 
Nachmittags waren dann auch endlich die Girls dran. Diese hatten keinen Vorlauf und mussten in den 3 mal 6 Sektionen also 100 % geben. Dafür hatten sie nur 2 h Zeit und pünktlich zum Start fing es zu regnen an. Als Favoritin ging Nina Reichenbach ins Rennen. Sie hatte einen sagenhaften Betreuerstab um sich. Ihre “männlichen” Kollegen sorgten sich rührend um ihre Nina und putzten nach jeder Sektion die Reifen, wischten die Bremsscheiben trocken, hielten den Schirm usw. . Als ihr dann auch noch das Bike kaputt ging, half ihr Vereinskamerad Jonas Friedrich spontan mit seinem baugleichen Bike aus. Das nenne ich Kameradschaft! All diese Dinge sollten sich bezahlt machen. Am Ende hatte sie mit 6 Punkten Abstand den Wettkampf gewonnen und ist jetzt WELTMEISTERIN! Wahnsinn! Es war Gänsehautfeeling pur und das ganze deutsche Team feierte lautstark Nina’s Sieg. Das Ganze wurde noch mit dem 3. Platz von Marie-Sophie Stauch vervollständigt.
 
Als Letzte waren unter schwierigsten Bedingungen die Cadets dran. Dominik Oswald ging als klarer Favorit ins Rennen. Mit seinem sagenhaften Fahrstil begeisterte er die Zuschauer, die ihn von Sektion zu Sektion folgten. Als er seine Punktekarte abgegeben hatte, wurde er als Erster geführt. Aber sein ärgster Konkurrent, der Franzose Jeremy Descloux, war noch nicht durch. Die Spannung war nicht zu überbieten und Dominik versteckte sich im Wald. Als der Franzose rein war und Dominik mit 13 Punkten Vorsprung als Nummer 1 auf der Anzeigetafel erschien, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Er kann sich jetzt WELTMEISTER nennen und das wurde auch unter vielen Freudentränen gefeiert! Wahnsinn! Beachtlich auch der 3. Platz von Lukas Hoppe mit nur einen Punkt Abstand zum Zweiten!
 
Nach den Siegerehrungen ging der Abend sehr entspannt weiter. Es gab auch noch ein Fußballspiel zwischen Deutschland und Spanien, welches Deutschland mit 3:2 gewann! Am Montag mussten wir unsere Zimmer räumen. Danach war noch mal Training mit den verbleibenden Teamkameraden angesagt. Nachmittags hatte der ganze Wahnsinn dann ein Ende. Wir verabschiedeten uns von unseren Freunden und jeder machte sich auf die lange Heimreise oder gleich noch in den Urlaub. Dieses Wochenende wird uns allen in Erinnerung bleiben und vielleicht können wir es nächstes Jahr in der Schweiz wiederholen!